Krampfadern in der Schwangerschaft

16.08.2018 11:53

Krampfadern in der Schwangerschaft - Entstehung & was man dagegen tun kann

HINTERGRUND: KRAMPFADERN IN DER SCHWANGERSCHAFT

Während einer Schwangerschaft steigt das Risiko, Krampfadern (auch Varizen genannt) zu entwickeln. Bei Frauen mit angeborener Bindegewebsschwäche verschlimmert sich das Problem häufig. Aufgrund der hormonellen Veränderung gewinnen Blutgefäße an Elastizität und weiten sich, um mehr Blut zu transportieren und die Gebärmutter mit genügend Blut zu versorgen. Die wachsende Gebärmutter drückt zusätzlich auf die Venen im Beckenbereich, wodurch das Blut langsamer zum Herzen zurückfließt. Es kommt zu einer Art Blutstau – die Venenklappen schließen nicht mehr richtig. Als Folge weiten sich die Venen und es bilden sich Krampfadern, in den meisten Fällen an den Beinen. Krampfadern in der Schwangerschaft können jedoch auch an den Schamlippen (sogenannte Vulva-Varizen) oder im Analbereich entstehen (besser bekannt als Hämorrhoiden). Krampfadern sind nicht nur unschön, sie können auch schmerzen, jucken oder zu schweren Beinen führen. Im schlimmsten Fall rufen Krampfadern in der Schwangerschaft Venenentzündungen oder Thrombosen hervor. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

KRAMPFADERN VORBEUGEN

Genetisch veranlagte Krampfadern lassen sich nur bedingt behandeln. Schwangerschaftsbedingte Varizen lassen sich jedoch mit Hilfe einiger hilfreicher Tipps vorbeugen bzw. minimieren.

  1. Bewegung: Ausreichend Bewegung während der Schwangerschaft ist sehr wichtig. Ein ausgiebiger Spaziergang oder Fahrradfahren regt die Blutzirkulation in den Beinen an. Das Blut kann einfacher zum Herzen transportiert werden.
  2. Sitzen & langes Stehen vermeiden: Versuchen Sie, Ihre Beine so oft wie möglich hochzulegen. Platzieren Sie Ihre Beine auch im Schlaf höher, um den Rückfluss des Blutes zu fördern.
  3. Schlagen Sie Ihre Beine nicht übereinander: Strecken Sie Ihre Beine lieber aus oder legen Sie sie auf einen Hocker etc. So verhindern Sie, dass sich das Blut in den Gefäßen staut.
  4. Wechselduschen bzw. kalte Duschen: Duschen Sie Ihre Beine abwechselnd warm & kalt ab, das regt die Durchblutung in den Beinen an. Kalte Duschen sind noch effektiver – die Venen ziehen sich dadurch zusammen.
  5. Auf hohe Schuhe verzichten: Tragen Sie lieber flache, bequeme Schuhe und seien Sie zwischendurch barfuß unterwegs.
  6. Übergewicht vermeiden: Die Gewichtszunahme während Ihrer Schwangerschaft sollte sich im Rahmen halten. Starkes Übergewicht kann Krampfadern fördern.
  7. Kompressionsstrümpfe: Bei stark ausgeprägten Varizen kann Ihr Arzt Ihnen Kompressionsstrümpfe verschreiben. Diese entlasten die Venen & regen den Blutstrom an. Hinweis: Kompressionsstrümpfe eignen sich auch während der Zeit im Wochenbett, um das Thromboserisiko zu minimieren.

Hinweis: Bei Vulva-Varizen können spezielle Stützhilfen für Schwangere, wie unsere GraviBody® Schwangerschaftsbandage, Abhilfe leisten. Unsere GraviBody® Schwangerschaftsbandage bietet eine Kompression, sprich einen Gegendruck im Dammbereich. Die spezielle Anordnung der Bänder reduziert zudem den nach innen auf die Vaginalmuskulatur gerichteten Gewichtsdruck.

KRAMPFADERN NACH DER GEBURT

Krampfadern bilden sich in der Regel bis zu sechs Monate nach der Geburt zurück. Der Hormonhaushalt hat sich normalisiert und das zusätzliche Gewicht der Gebärmutter entfällt. Nach dieser Zeit empfiehlt sich ein Termin beim Frauenarzt zur Kontrolle. Sollten die Krampfadern nach dieser Zeit nicht vollständig verschwunden sein, kann Ihr Frauenarzt Sie zu einem Gefäßspezialisten überweisen.

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