Symphysenschmerzen in der Schwangerschaft

20.08.2018 11:26

Symphysenschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen & effektiv lindern.

DEFINITION SYMPHYSE

Die Symphyse (auch als Schambeinfuge bezeichnet) ist die Verbindung der Beckenknochen durch Knorpel und Bindegewebe. Sie verleiht dem Becken seine Stabilität.

URSACHE: SYMPHYSENSCHMERZEN IN DER SCHWANGERSCHAFT

Bei Frauen kann es gerade während einer Schwangerschaft zu Symphysenschmerzen kommen. In Vorbereitung auf die Geburt kommt es aufgrund hormoneller Veränderungen im Körper zur Dehnung und Lockerung von Bindegewebe, Muskeln und Beckenboden. Das wachsende Baby drückt zusätzlich auf Becken und Symphyse. Lockert sich die Symphyse zu sehr und ist der Symphysenspalt um einige Millimeter geweitet, spricht man von einer Symphysenlockerung. Das Becken verliert an Stabilität und es entstehen Schmerzen.

SYMPHYSENSCHMERZEN LINDERN

Symphysenschmerzen äußern sich häufig direkt an der Symphyse und in der Leistenregion. Die Schmerzen können jedoch auch in andere Körperregionen ausstrahlen, z.B. in das Kreuzbein, die Oberschenkel, die Hüfte und den unteren Rücken.

Um Symphysenschmerzen vorzubeugen, sollte sich die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft im Rahmen halten. Zudem sind Übungen sinnvoll, die die Beckenboden-, Po - und Rückenmuskulatur stärken, da dies die Schambeinfuge entlastet und stabilisiert.

Treten Symphysenschmerzen auf, gibt es einige hilfreiche Tipps, um die Schmerzen zu lindern:

  1. Gönnen Sie sich Ruhepausen: Nehmen Sie Ihre Schmerzen ernst und schonen Sie Ihren Körper. Vermeiden Sie körperliche Aktivitäten wie Treppensteigen oder Heben.
  2. Symphyse entlasten: Ein Kissen zwischen den Beinen beim Schlaf in Seitenlage hilft die Symphyse zu entlasten.
  3. Schwangerschaftsgurt: Ein Schwangerschaftsgurt (auch Symphysengürtel genannt), z.B. unser GraviBelt®, stützt den Rücken- und Lendenwirbelbereich und wirkt entlastend. Symphysenschmerzen können dadurch gelindert werden. Hinweis: Der Schwangerschaftsgurt eignet sich auch bei Symphysenschmerzen & Symphysenlockerung nach der Geburt.
  4. Akupunktur: Gezielte Akupunktur kann schmerzlindernd wirken. Sprechen Sie diesbezüglich am besten mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.
  5. Schonhaltung: Vermeiden Sie es, Ihre Symphyse zu überdehnen. Schneidersitz, Spagat und große Schritte sind tabu!

Einige Wochen nach der Geburt verschwinden die Symphysenschmerzen bei den meisten Frauen. Auch hier steht die körperliche Schonung an erster Stelle. Rückbildungskurse und Physiotherapie unterstützen den Regenerationsprozess.

Sollten sich die Schmerzen nach einiger Zeit nicht bessern, fragen Sie Ihren Frauenarzt nach Rat.

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